Open-Source-CRM: Wie man vtiger CRM 5.1.0 auf eigenem Webspace installiert

In der Vergangenheit habe ich bereits die Installation von vtiger 5.0.4 auf eigenem Webspace und die Lösung einer problematischen Migration von Version 5.0.4 auf Version 5.1.0 beschrieben. Wohl dem, der das Glück hat, nun ganz neu anfangen zu dürfen. Im nun folgenden beschreibe ich, wie man vtiger CRM 5.1.0 auf eigenem Webspace installiert. Mit ein bisschen Übung vergehen während der im folgenden beschriebenen Prozedur gerade mal zwei Stunden. Zumindest, sofern keine Probleme auftauchen, man nicht doch noch die eine oder andere Sache klären, recherchieren oder erlernen muss, man nicht versehentlich Fehler macht und nicht abgelenkt wird. Es kostet also bestenfalls einen lauen Vormittag oder einen verregneten Abend, sich auf einem selbst angemieteten Speicherplatz im Internet ein voll funktionsfähiges Customer Relationship Management zu installieren, das, online verfügbar und mit den üblichen PIM-Programmen wie Outlook, Thunderbird oder Google verknüpfbar, für ein beliebig großes Team Vertriebsunterstützung bieten kann. Wem die Untiefen der Installation nicht geheuer sind, dem biete ich an, die Installation auf seinem Webspace gegen kleines Endgelt und Rechnung zu installieren. Nun aber zur Sache. mehr »

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Adressen und Kontaktdaten aus der Zwischenablage in vtiger CRM einlesen

Um in vtiger schnell neue Leads sowie Organisationen und/oder Personen zu erstellen, wünscht man sich einen Eingabeassistenten. Hilfreich ist diesbezüglich zwar bereits das in vtiger integrierte Schnellmenü. Allerdings muss man auch hier die Information in einzelne Datenarten auflösen: Name, Straße, Ort usw. Ganz ähnlich geht es einem mit dem vtiger Addon Firefox Toolbar Version 5.1.0, das es immerhin erlaubt, direkt auf einer besuchten Webseite eines Leads Daten zu erfassen. Eine echte Alternative und wirklich effizient ist im Vergleich dazu der ContactGrabber, der in der kostenlosen Version den Export in MS Outlook und in der Enterprise Edition den direkten Export von Adressen als Leads oder wahlweise als Organisation/Person in vtiger ermöglicht. mehr »

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Erstellen von Angeboten, Bestellbestätigungen und Rechnungen mittels vtiger CRM

Mittels vtiger lassen sich Rechnungen erstellen. Voraussetzung ist, dass man zuvor einen Kunden (Organisation, Person) und ein Produkt und/oder eine Dienstleistung angelegt hat. Genau genommen steht die Rechnung am Ende des mit vtiger realisierbaren Verkaufsprozesses: Zunächst werden Interessenten (Leads) erfasst. Hat der Vertriebler diese Interessenten qualifiziert, lassen sich Verkaufspotentiale erstellen. Angebote werden dann diesen Verkaufspotentialen zugeordnet. Geht nun ein Auftrag bzw. eine Bestellung ein, quittiert der Sachbearbeiter dies mit dem Erstellen einer “Verkaufsbestellung” (Bestellbestätigung), die sich auf das zugrundeliegende Angebot und Verkaufspotential bezieht. Auf diese Verkaufsbestellung bezieht sich dann die Rechnung.

Lead > Potential > Angebot > Bestätigung > Rechnung

Man kann aber jederzeit auch direkt eine Rechnung erstellen, ohne die einzelnen Schritte des Verkaufsprozesses abzulaufen. Angebot, Verkaufsbestellung und Rechnung lassen sich jeweils als pdf exportieren und optional direkt per Email versenden. Wie aber das Layout dieser pdf anpassen? Im folgenden gehe ich dieser Frage am Beispiel der Rechnung nach. mehr »

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Zur Sicherheit des Betriebs von vtiger CRM im Internet

Informationen in Customer-Relationship-Management-Datenbanken (CRM) zählen zu den sensibelsten Daten von allen. Unter anderem umfassen sie Adressen, Gesprächsnotizen, persönliche Anmerkungen, Angebote, Forderungen und Umsatzzahlen. Ein CRM wie vtiger stellt zudem weitreichende Möglichkeiten des Versands von Einzel- und Serienemails zur Verfügung, deren Missbrauch unangenehm sein könnte. Vor allem deshalb empfehlen Kritiker, ein CRM wie vtiger „unbedingt nur intern und nie direkt im Internet “ zu betreiben, um das Risiko unberechtigten Zugriffs so gering wie möglich zu halten. Es scheint aber so zu sein, dass man das „durchaus tun“ könne, sofern man „die notwendigen Vorkehrungen zum Schutzseiner Verbindung vornimmt“, also „mindestens SSL“ und „htaccess etc.“ einrichtet. mehr »

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Publishing my library? The usage of Zotero demands a not so easy decision.

When I began to work with Zotero a few days ago, I found an article by Marc Sample about how and why he wants to share his library of citations and notes online. Sample, a professor of Contemporary American Literature and New Media Studies in the English Department at George Mason University, in Fairfax, Virginia, pleads for collaboration in the humanities and looks at Zotero as a very smart opportunity to do so. mehr »

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Tweet by Author. How to implement Twitter in Wordpress weblogs with multiple authors.

If you run a wordpress weblog with multiple authors and you want to show twitter feeds or tweets related to posts or pages in the sidebar that are written by the same authors like the tweets, you might be in trouble. There are a lot of Wordpress plugins out there which will integrate Twitter in your weblog, but most of them seem to be made for single authored weblogs only. Here is a method that will work. mehr »

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Firefox ohne Zotero zu benutzen erscheint mir als verschwendete Zeit

Bislang hätte man der Meinung sein können, Literaturverwaltungsprogramme seien eine lästige, langweilige und manchmal sogar teure Angelegenheit. Spätestes seit Zotero dürfte das anders werden. Der Claim “Citation management is only the beginning” ist ernst zu nehmen. An anderer Stelle heißt es auch: “Zotero aims to create the world’s best research tool and has already been adopted by hundreds of thousands of users”. Zurecht. Ich denke, dass jedermann Zotero nutzen sollte – und sei es nur zur Verwaltung seiner Lesezeichen. Folgendes spricht dafür: mehr »

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Warum man sich auf Gisela Schmalz’ “Yes Economy” einlassen kann.

In ihrem Buch “No Economy: Wie der Gratiswahn das Internet zerstört” bricht Gisela Schmalz mit der Begeisterung für die Kostenlosigkeit von Gütern und Leistungen im Web. Ausführlich legt sie die Treiber des Status Quo dar und warnt davor, die Entwicklung des Internets als Raum neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten zu verspielen. Ihre Kritik richtet sich einerseits gegen die Subvention digitaler Güter durch Staat, Stiftungen, Risikokapitalgeber und Werbekunden, andererseits gegen einen vermeintlichen Gratiswahn der Nutzer. Vor dem Hintergrund einer Analyse verschiedener ökononomischer Modelle plädiert sie für eine selbsttragende wirtschaftliche Entwicklung des Internets ohne Subventionen – für ein “Yes Economy”. Im folgenden resümiere ich ihre Kritik an die Adresse der Webunternehmer und Risikokapitalgeber, schlage jedoch eine mir sinnvoll erscheinende Relativierung der Kritik an den Nutzern auf der Grundlage der Theorie kollektiven Handelns vor. Zur Unterstützung des Plädoyers für nutzergetriebene Mikromärkte scheint mir zudem die Ergänzung angebracht, auf nutzerseitige Wertschöpfungsketten zu fokussieren. mehr »

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Migration einer Vtiger-Installation von 5.0.4 auf 5.1.0 auf einem Webhost

Wer bislang mit Erfolg ein vtiger-CRM Version 5.0.4 auf angemietetem Speicherplatz im Internet betrieben hat, in dem kommt derzeit der Wunsch auf, zur neuen Version 5.1.0 zu wechseln. Denn die verspricht verbesserte Kompatibilität zu Desktop- und Onlineanwendungen sowie größere Dynamik bei der Entwicklung neuer Erweiterungen dank neuer Schnittstellen. In der Installationsroutine ist die Migration von 5.0.4 auf 5.1.0 werksseitig vorgesehen. Das Standardverfahren wird auf den Seiten von vtiger.com minutiös beschrieben. Scheitert dies aber, weil man den Pfad der vorhandenen Installation nicht korrekt anzugeben weiß, kommt die Migration mittels der derzeitigen Installationsroutine erstmal ins stocken. Im folgenden meine Lösung. mehr »

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Networking. Zusammenfassung einer Lektüre gleichnamiger Ratgeberliteratur und weiterführende Überlegungen.

Ich besitze schon ziemlich lange ein Konto bei XING. Warum eigentlich? Was soll ich denn mit diesem XING-Konto anfangen? Ist es klug, sich dort auf eine mögliche Selbsterzählung festzulegen? Und wer ist denn der Typ auf dem Bild da, für das ich mich hadernd entschieden habe? Nachdem das Thema XING wie auch andere Überlegungen zum Thema “Netzwerken” auch im meinem Bekanntenkreis Wellen schlagen, habe ich zur Beantwortung solcher und anderer Fragen meine Vorurteile über Ratgeberliteratur vorübergehend beurlaubt und mir eine Stichprobe aktueller Networking-Literatur zusammengestellt. Ich habe mich bei der Auswahl bemüht, anekdotische Abhandlungen, Benutzerhandbücher für Online-Communities und dergleichen auszulassen. Herausgekommen ist nun folgender kurzer Literaturbericht, in dem ich mich bemühe, die Essenz des “Networkings” zusammenzufassen. Hieran schließe ich ein paar weiterführende Fragen, Überlegungen und auch ein paar Kritikpunkte an. mehr »

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Orientierungslos in der Informationsgesellschaft

“Ein Leben ohne Fernseher ist in der Regel ein glücklicheres, besser informierteres, menschlicheres”, schreibt Rahim Taghizadegan in seinem bemerkenswerten Essay “Information statt Deformation” am 12.03.2008. Laut Taghizadegan macht es keinen Sinn, fernzusehen, Zeitungen oder Blogs zu lesen, solange wir für die vermittelten Inhalte keine Verwendung haben. Wofür aber haben wir Verwendung? Im folgenden versuche ich, Taghizadegans Gedankengang in eigenen Worten nachzuvollziehen und durch eine kritische Würdigung zu ergänzen, indem ich seine Gedanken mit dem Bereich der politischen Kommunikation in Verbindung bringe. mehr »

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Extend Vtiger with Social Network Analysis Capabilities!

I suggest to extend vtiger with Social Network Analysis (SNA) capacities. If classic marketing is based on item based sociology defining e.g groups of potential customers by certain criterias – like e.g. age, income or ZIP-Code – SNA refers to a slightly different concept. And vtiger could easily make use of it. mehr »

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“Die traurigen Streber” lesen zu viel Die Zeit

Heute, den 28.08.2008, titelt Die Zeit “Jugend ohne Charakter! Karrieredruck und Zukunftsangst haben eine angepasste Generation hervorgebracht” und bringt auf S.43f eine “Polemik”, flankiert von einer Art “Kulturgeschichte” des “Heranwachsens”. Das finde ich kurios. Denn an anderer Stelle habe ich dargelegt, warum von einer Mitschuld der diesen Artikel publizierenden Verlagsgruppe ausgegangen werden kann. Ich halte es für müßig, sich im Detail mit den einzelnen Anspielungen und Thesen dieser “Polemik” auseinanderzusetzen. Zu entdecken gilt es nicht den Inhalt der Polemik, sondern inwiefern die herausgebende Verlagsgruppe an dem hier thematisierten gesellschaftlichen Phänomen im Rahmen der Bearbeitung ihres Marktsegments der 20 bis 30-jährigen beteiligt ist. Statt Details der Polemik zu analysieren, finde ich es sinnvoller, im Folgenden über das Konstruktionsprinzip und das vermutliche Kalkül eines solchen Artikels nachzudenken. mehr »

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Notizen zu Thomas Leifs Buch “Beraten und verkauft. McKinsey & Co. – der große Bluff der Unternehmensberater”

Auf die Fährte von Thomas Leifs Buch “Beraten und verkauft” bin ich bei der Lektüre einer Kritik des Hamburger Programms der SPD gestoßen. Genau genommen: Durch die Lektüre der Kritik zum Programm im Hessenreport Nr.40 – dem Informationsorgan der SPD in deren Bezirk Hessen-Süd. Denn darin äußert sich der Vorsitzende der Grundsatzprogrammkommission der SPD Hessen-Süd, Harald Lührmann (a). Ein Unternehmensberater. Weil ich Lührmanns Artikel im Hessenreport ausgezeichnet finde, will ich mehr über Lührmann erfahren. Dabei stoße ich im Internet auf Leifs Buch, in dem Lührmann im Interview Auskunft über seine Branche gibt (b). Lührmann berät u.a. Versorgungsunternehmen und scheint von den Erfahrungen zu zehren, die er als Kämmerer der Stadt Gießen und als Vorstandsvorsitzender der Kasseler Versorgungs- und Verkehrsbetriebe gesammelt hat (c). Gerade auf diesem Wege auf Leifs Buch aufmerksam geworden zu sein, ist nicht ohne Ironie. Denn Leif kritisiert insbesondere die Rolle von Beratern im Bereich der öffentlichen Hand und der Politik.

Berater: “Wetterleuchten für die Krise der Gesellschaft”

Leifs Buch ist für mich eine Entdeckung, weil Leif die Branche der Unternehmens- und Politikberater auf wohltuende Weise hinterfragt. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet es treffend als eine “Abrechnung mit der Beraterbranche” (Klappentext). Leif kritisiert die breite gesellschaftliche Wirkung einer Branche, die agiert, ohne durch die allgemeine Öffentlichkeit kontrolliert werden zu können, und die ihre Ideologie und wirtschaftswissenschaftlich standardisierten Verhaltensmuster (1) in Serie verkauft, wobei es in vielen Fällen allein um die Legitimation weit reichender Entscheidungen in Politik und Wirtschaft geht – mit gesellschaftlich zweifelhafter Wirkung und bei gleichzeitiger Verwässerung der Zurechenbarkeit von Verantwortung in Form eines “Schattenmanagements”. Zu den Marketinginstrumenten der Berater zählen hierbei bürgerliche Distinktion in Verhalten, Auftreten und Dresscode, insbesondere aber Rekrutierungsverfahren und die in Stellenanzeigen und redaktionellen Beiträgen von Zeitungen und Zeitschriften postulierte Definition des Elitären. Mit ihrer Hilfe konstruieren die Berater den unüberprüfbaren Nimbus des Expertentums, dessen vorgebliche Wahrhaftigkeit dann die Legitimität ihres Denkens und Handelns suggeriert.

Berater – “Götter, Helden und Dämonen einer Erfolgsgesellschaft”

Leif beschreibt im ersten Teil seines Buchs den Beratermarkt der Unternehmensberater, im zweiten das Verhältnis von Beratern, Politik und öffentlicher Hand. Im dritten Teil berichtet er über Fallbeispiele der Reform von staatlichen Einrichtungen mit Hilfe von Beratern, darunter die Bundeswehr, die Bundesagentur für Arbeit und die Hartz IV-Reformen. Im ersten Teil finde ich vor allem Leifs einführende Analyse der Branche interessant (2), der er detaillierte Beschreibungen von McKinsey, Roland Berger und der Boston Consulting Group hinzufügt – vermischt mit einigen Interviews, darunter dem Lührmanns. Themen, die in diesem ersten Teil besonders verfangen, sind die Konstruktionsweise üblicher Beratungsprodukte (3), die mangelnde sprachliche Präzision der Berater (4), die in und von Beratungsunternehmen praktizierte Misstrauenskultur (5), die Mechanismen zur Schaffung immer neuen Beratungsbedarfs in Form einer Mischung aus Kontaktpflege, der Inszenierung von Innovations- und Anpassungszwängen sowie dem Schüren von Ängsten (6) sowie die Konstruktion des Leistungsversprechens der Unternehmensberatungen mittels einer beispiellos aufwendigen Öffentlichkeitsarbeit und ihrem ebenso aufwendigen Personalmarketing (7). Gerade Leifs Zusammenschau der Stilblüten des Personalmarketings dürften Balsam für die Seelen aller sein, denen die überbordende Leistungs-, Elite- und Karriereorientierung der Universitäten und Karriereblättchen auf den Geist geht. Zum einen in Form des kritischen Erfahrungsberichts von Julia Friedrichs über das von ihr erlebte Recruiting bei McKinsey. Zum anderen in Form der Hinweise Leifs, dass ein nicht unerheblicher Teil redaktioneller Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften – gerade wenn sie Unternehmensberatungen betreffen – von diesen selbst im Zuge ihrer Öffentlichkeitsarbeit produziert oder in Auftrag gegeben worden sind (8).

Politik mit den Mitteln der PR: “Rezipienten [...] Informationen zur Einordnung der Berichterstattung vorenthalten”

Im zweiten Teil, der auf die Beratung der öffentlichen Hand und der Politik fokussiert, seziert Leif anhand von Fallbeispielen Ungereimtheiten, mangelnde Qualität und personelle Verquickungen, die nicht zuletzt auch den Bundesrechnungshof auf den Plan gerufen haben. Im Fokus stehen hier Themen wie korrupte Praktiken der Auftragsvergabe, Mängel der Leistungserstellung und Leistungskontrolle, unmittelbare politische Einflussnahme und so weiter. Daran schließt Leif eine Beschreibung der Rolle von Beratern im Bereich der Politikberatung, des Politikmanagements (9) und der Nähe von Medien und Politikberatung an (10). Die Beschreibung der Politikberatung finde ich besonders interessant, denn Leif bietet hier eine Skizze des Marktes für Dienstleistungen auf dem Feld der partikularen Interessenvertretung und den hier agierenden Anbietern in Berlin (11). Zudem thematisiert er hier das medienwirtschaftlich induzierte Verschwinden investigativen Journalismus zugunsten einer Verschmelzung der Distributionsapparate der Medienhäuser mit den sie kostenlos mit Presseartikeln beliefernden Öffentlichkeitsabteilungen der Interessenvertreter (12). Wie partikulare Interessen in dem so bereiteten Feld agieren, zeigt Leif dann anhand einer ganzen Reihe politischer PR-Kampagnen wie „Deutschland packt’s an“, „BürgerKonvent“, „Konvent für Deutschland“, „Marke Deutschland“, „Du bist Deutschland“ oder „Aktionsgemeinschaft Deutschland“, deren prominentester Vertreter die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)“ ist. Am Beispiel der letzteren geht Leif ins Detail.

Zur Ehrenrettung der Berater

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass mir weder die eingangs erwähnten flankierenden Bemerkungen Harald Lührmanns zum Hamburger Programm der SPD, noch sein Interview in Leifs Buch Grund zur Sorge geben. Bezogen auf diese Texte kann ich sagen: Im Gegenteil. Aber mein Wunsch, deshalb auf Lührmann Rücksicht zu nehmen, gemahnt mich, in Lührmann erkennen zu wollen, was zur Ehrenrettung von Unternehmensberatern gesagt werden sollte und dies am Ende als Kommentar zu Leifs Buch zu Bedenken zu geben, wobei ich wiederum Leif keineswegs widersprechen möchte.

Wenn – wie am Beispiel Lührmanns zu sehen – ein ehemaliger Mitarbeiter öffentlicher Institutionen heute sein Geld mit Beratung in diesen und ähnlichen Bereichen verdient und er zugleich in ehrenamtlicher Funktion politische Prozesse anleitet und mitgestaltet, so deutet dies auf die Existenz eines Wissens- und Erfahrungsschatz hin, den als Ressource zu nutzen naheliegend und sowohl aus dem Blickwinkel des betreffenden Individuums als auch gesellschaftlich sinnvoll ist.

Ich denke also, dass Leifs Kritik der Beraterbranche zwar in jeder Hinsicht notwendig und berechtigt ist, dass man aber zu harsch urteilte, wenn man darauf hin die gesamte Branche der Berater verdammte, statt sie unter eine dringend notwendige und von Leif im Grunde geforderte Beobachtung zu stellen. Denn das Prinzip der Beratung auf der Basis eines Wissens- und Erfahrungsvorsprungs ist, wie mir gerade Lührmann zeigt, im Grunde legitim und sinnvoll. Kritiken investigativer Journalisten wie die Thomas Leifs muss man deshalb als notwendige Korrekturen verstehen, statt sie sich zur Begründung einer Fundamentalopposition gegen diese oder jene zurecht zu legen. Entsprechende Hinweise gibt auch Leif, wenn er auf die vom Bundesrechnungshof vorgeschlagenen “Zwanzig Schritte für den sinnvollen Einsatz von externen Beratern” hinweist. (13)

Nachtrag vom 17.10.2008

Thomas Bartsch berichtet am 20.11.2006, dass Teile Leifs Buch von Werner Rügemeier stammen sollen, woraus sich ein Rechtsstreit ergeben hat. Weiter weist Bartsch auf einen blinden Fleck hin, weil Leif die Politikberatung durch die Bertelsmann-Stiftung unberührt gelassen hat. Interessant daran ist, dass Leifs Buch von Bertelsmann verlegt worden ist.


Thomas Leif: Beraten und verkauft. McKinsey & Co. – der große Bluff der Unternehmensberater. 1. Aufl, akt. u. erweit. Taschenbuchaufl. München (Goldmann) 2008 (zuerst: Bertelsmann Verlag, 2006)
(a) Lührmann, Harald: Die Partei und das Grundsatzprogramm. In: HessenReport. Informationsorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschalnds Bezirk Hessen-Süd. Juli 2007, S.5-17
(b) “Der Bluff-Anteil lieft vielleicht bei dreißig Prozent”. Interview mit Dr. Harald Lührmann, Ex-Berater bei Accenture. In: Leif 2008, S.245-269
(c) siehe Lührmann 2007, S.17

(1) siehe z.B. Leif 2008, S.23; 47ff u.a.
(2) Leif 2008, S.31-63
(3) z.B. Leif 2008,S.47ff
(4) z.B. Leif 2008,S.57ff
(5) z.B. Leif 2008,S.59ff
(6) z.B. Leif 2008,S.31f,43ff, 60ff
(7) siehe Leif 2008, S.49f
(8) siehe hierzu “bestellte Wahrheiten dominieren die Berichterstattung”, Leif 2008, S.61f; wobei der hier skizzierte Mechanismus auf S.334ff näher beschrieben wird.
(9) Leif 2008, S.320ff
(10) Leif 2008, S.346ff
(11) siehe Leif 2008, S.323ff und z.B. Leifs Verweis auf Falk, Svenja: Der Beratungsmarkt auf der Bundesebene. 2004
(12) vgl. siehe Leif 2008, S.326ff; siehe hierzu wiederum “bestellte Wahrheiten dominieren die Berichterstattung”, Leif 2008, S.61f; vgl. zur Politik der Verlage z.B. Schumacher, Hajo: Die ewig netten Herren. In: Leif/Speth (Hg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Bonn (BpB) 2006, S.80
(13) Leif 2008, S.294ff

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Bolker, Joan: Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day. A Guide for Starting, Revising, and Finishing Your Doctoral Thesis. New York 1998

Im Folgenden fasse ich in Auszügen Joan Bolkers Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day zusammen. Auf das Buch bin ich durch eine Bekannte aufmerksam gemacht worden, die an der Universität Lüneburg promoviert. Mein Interessenschwerpunkt lag bei der Lektüre auf Fragen, wie man am besten anfängt und wie man zu einem ersten Entwurf gelangt. Bolkers Buch ist eine lesenswerte und ermutigende Einführung, wenn es um selbstständiges Schreiben geht. Unberücksichtigt bleiben natürlich konkrete Hinweise, welche Anforderungen das deutsche Wissenschaftssystem an das Exposé stellt und wie man in Deutschland den Weg zu einer externen Promotion beschreitet. Darin besteht aber auch der Vorteil ihres Buchs. Im Duktus des sachsonischen Wissenschaftsstils widmet sich Bolker ganz ohne Verklemmtheit Problemen des Schreibens und Problemen der Interation mit ersten Lesern, mit Betreuern und Gutachtern. mehr »

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Open-Source-CRM: Installation von vtiger 5.0.4 auf Webspace

Wer auf der Suche nach einer preiswerten Lösung für CRM (Customer-Relationship-Management , zu deutsch: Kundenbeziehungsmanagement) ist, der hat vielleicht schon einmal in der Vergangenheit mit der Open-Source-Software vtiger experimentiert. Vtiger ist Mehrbenutzerfähigkeit, weil es auf einem Webserver installiert und über einen Browser bedient wird. Für den Durchschnittsanwender existieren für Windows und Linux Installationsprogramme, die auf einem einfachen PC oder Notebook sowohl den Server als auch die eigentliche CRM-Software auf dem so vorinstallierten Webserver installieren. Besonders interessant aber ist, dass man vtiger auch ohne größere Schwierigkeiten auf dem eigenen Webspace installieren kann. Auf diese Weise kann man ohne weiteres ein CRM für virtuelle Unternehmen beziehungsweise für zusammenarbeitende Freelancer / Freiberufler realisieren . mehr »

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