Warum man sich auf Gisela Schmalz’ “Yes Economy” einlassen kann.
14. Oktober 2009 | Rubrik: Blog, Politik, Medien und Kommunikation | Tags: Medien und Kommunikation, Politik, user generated content, Web 2.0 | 1350 mal gelesen
In ihrem Buch “No Economy: Wie der Gratiswahn das Internet zerstört” bricht Gisela Schmalz mit der Begeisterung für die Kostenlosigkeit von Gütern und Leistungen im Web. Ausführlich legt sie die Treiber des Status Quo dar und warnt davor, die Entwicklung des Internets als Raum neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten zu verspielen. Ihre Kritik richtet sich einerseits gegen die Subvention digitaler Güter durch Staat, Stiftungen, Risikokapitalgeber und Werbekunden, andererseits gegen einen vermeintlichen Gratiswahn der Nutzer. Vor dem Hintergrund einer Analyse verschiedener ökononomischer Modelle plädiert sie für eine selbsttragende wirtschaftliche Entwicklung des Internets ohne Subventionen – für ein “Yes Economy”. Im folgenden resümiere ich ihre Kritik an die Adresse der Webunternehmer und Risikokapitalgeber, schlage jedoch eine mir sinnvoll erscheinende Relativierung der Kritik an den Nutzern auf der Grundlage der Theorie kollektiven Handelns vor. Zur Unterstützung des Plädoyers für nutzergetriebene Mikromärkte scheint mir zudem die Ergänzung angebracht, auf nutzerseitige Wertschöpfungsketten zu fokussieren. mehr »
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