Der Garten des Ernst-May-Hauses in der Römerstadt in Frankfurt a.M.
13. April 2008 | Rubrik: Gartenbau | Tags: Architektur, Ernst May, Frankfurt, Gartenbau | 6237 mal gelesen

Dieses Bild vom Garten des Ernst-May-Hauses im Burgfeld 132 habe ich am Sonntag, den 13.04.2008, gegen 18:00 aufgenommen – kurz vor einem herannahenden Gewitter.
Interessant an dieser Aufnahme ist die Gartenanlage. Da das Musterhaus der Ernst-May-Siedldung in der Römerstadt derzeit saniert und in den Urzustand versetzt wird, nehme ich an, dass man auch den Garten entsprechend seiner ursprünglichen Anlage und Funktion herrichtet. Soweit ich weiß, waren die hausnahen Gärten wie auch die Schrebergärten bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein für die Versorgung der Stadtbevölkerung mit Obst und Gemüse von entscheidender Bedeutung.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Draufsicht auf die gesamte Anlage via Google Earth. Hier ist gut die Parzellenstruktur der zu den einzelnen Reihenhäusern gehörenden Gärten zu sehen. Interessant ist hier, dass die überwiegend grünen Flächen verraten, dass die Gärten heute fast ausschließlich zur Erholung dienen und so gut wie überhaupt nicht mehr als Obst- oder Gemüsegärten genutzt werden – anders als die der Siedlung in der Niddaaue vorgelagerten Schrebergärten.

Der oben fotografierte Garten liegt auf dieser Satellitenaufnahme auf der linken Bildseite rechts neben dem Fußweg, der die beiden parallel verlaufenden Straßen miteinander verbindet. Gut zu sehen ist hier auch die Ausrichtung der Gärten in Nord-Süd-Richtung.
Informationen zu Ernst May:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_May
Zur Römerstadt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt-R%C3%B6merstadt
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Vielen Dank für das schöne Foto. In Celle steht der Rest einer ganz ähnlichen Siedlung von Otto Haesler: das Blumläger Feld. Dort wohne ich seit Dezember. Haesler war der Initiator des Zeilenbaus im Neuen Bauen: Es ging los mit der Siedlung Georgsgarten, das Blumlägerfeld ist allerdings schon eine reine ‘Kleinstwohnungs’-Siedlung. Ich finde sie aber noch heute gut bewohnbar. Der Flur ist ersetzt durch einen Wohn- und Durchgangsraum,dessen Fenster nach Westen zur Nachmittagssonne ausgerichtet sind. Obwohl die Fenster keine sonderlich große Fläche einnehmen, ist es SEHR hell. Und zu jeder Wohnung gehört ein Garten etwa der Art, wie es hier in der Römerstadt zu sehen ist. Mehr: http://www.capriccio-kulturforum.de/bildende-künste-und-architektur/1492-siedlungsbau-der-moderne-wirklich-so-scheußlich/
Interessanter Artikel über Reihenhaus-Gärten in Frankfurt. “Soweit ich weiß, waren die hausnahen Gärten wie auch die Schrebergärten bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein für die Versorgung der Stadtbevölkerung mit Obst und Gemüse von entscheidender Bedeutung.” – Vorstellbar, dass wir eine Rückkehr des Vorgartens zum Nutzgarten bald wieder erleben werden.
@Garten-Fan:
Guten Tag,
Sie haben Recht, es waren in der Tat “die hausnahen Gärten wie auch die Schrebergärten …..für die Versorgung der Stadtbevölkerung mit Obst und Gemüse von entscheidender Bedeutung.” – allerdings dann doch nicht ‘bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein’ , da sorgte schon die gute und preiswerte Versorgung mit Lebensmitteln dafür, denn soviel ich weiß, zählten die damaligen Bewohner der Römerstadt, Beamte, höhere Angestellte, nicht zu den Einkommensklassen, die einen Versorgungsgarten in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nötig gehabt hätten. -
Recht haben Sie allerdings auch, dass es bei den heutigen Zukunftsaussichten vorstellbar ist, “dass wir eine Rückkehr des Vorgartens zum Nutzgarten bald wieder erleben werden”.
Hallo Nachbarn:
Der Orginalgarten wirkt a’bisserl Kahl. Der Weg sollte geschwungener durch den Garten verlufeen und es sollten auch Bäume im Garten stehen.
Nun zu den Häusern:
Es sollte UNBEDINGT wieder alle Häuser blaue Fenster bekommen; d.h. die Fenster sollten wenigstens auf der Außenseite blau angestrichen werden.
weiteres s. Homepage Zusatsseite: Ernst May-Seite mit besseren Gesicht.
Die Ernst-May-Siedlung PRAUNHEIM sieht aus, wie die Sau; auch hier solle Ordnung geschaffen werden, in dem die Häuserfassaden – samt Außenfenster und Aussentüren – wieder jeweils ein einheitliches Orginalgesicht bekommen könnte.
Vielen Dank
Staadtbahnuli
Eine kleine Serie über Otto Haeslers modernen Siedlungsbau in Celle:
http://celleheute.de/was-hat-otto-haesler-mit-grammatik-zu-tun-uber-haeslers-beitrag-zur-modernen-architektur-in-celle-teil-1/
http://celleheute.de/was-hat-otto-haesler-mit-grammatik-zu-tun-uber-haeslers-beitrag-zur-modernen-architektur-in-celle-teil-2/
http://celleheute.de/was-hat-otto-haesler-mit-grammatik-zu-tun-uber-haeslers-beitrag-zur-modernen-architektur-in-celle-teil-3/