Vermischtes

Berlin | Provinz. Notizen zu “Echtleben” von Katja Kullmann

Katja Kullmann, in Berlin lebend und nach eigener Aussage Tochter eines Versicherungskaufmanns aus der Nähe von Frankfurt am Main, beschreibt in ihrem neuen Buch “Echtleben” Berlin als eine “Erfindung”, die “forterzählt” wird und dabei jedes “aufgeweckte” Kind der Mittelschicht zwischen 15 und 45 anzieht. Kullmann vermutet, dass ein nicht geringer Teil dieser Leute teils oder ganz vom Geld der Eltern lebt, sodass ein bestimmtes “Berlin” eine von Eltern subventionierte Fiktion ist. Das hierfür notwendige Geld wird dabei von den Eltern in traditionellen, scheinbar wenig schillernden Berufen in der ebenso wenig interessanten Provinz erworben. Provinziell ist dabei alles, was nicht Berlin ist. mehr »

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Der ideale Staatsbürger

“Der ideale Staatsbürger ist eine Chimäre aus Reihenhausbesitzer und Wanderarbeiter. Er soll sich fortpflanzen, ein Ehrenamt in der Nachbarschaft übernehmen und erkrankte Angehörige selbst pflegen, aber auch Steuern zahlen, jederzeit umziehen, wenn sich eine berufliche Perspektive bietet, notfalls auch mal nachts oder en bloc oder auf eine andere Art unregelmäßig tätig sein, er soll sich verlässlich zeigen und sich selbst dazu befähigen, Dinge gegebenfalls zu verwerfen, sobald sie dem Fortschritt im Wege stehen, er soll die Umwelt schützen, aber gleichzeitig möglichst viel Zeug einkaufen und verbrauchen, er soll sich ein bisschen engagieren, aber wieder nicht so wild demonstrieren, dass der Wasserwerfer kommen muss, er soll nicht rauchen und sich gesund ernähren, aber bitte nicht so langeleben, dass die Rentenkassen noch größere Schwierigkeiten bekommen als sie eh schon haben.”

Katja Kullmann: Echtleben. Warum es heute so schwer ist, eine Haltung zu haben. Frankfurt am Main (Eichborn) 2011, S.61

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SSO und DGZ-Zertifikate

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Wie der Automobilbau in Folge seiner Pfadabhängigkeit den energiewirtschaftlichen Paradigmenwechsel verschläft

Je mehr ich mich mit Erneuerbaren Energien und dem ganzen Thema Energie einschließlich der Entwicklungen auf dem Weltmarkt für Energie befasse, desto mehr erstaunt mich der Automobilbau – nicht nur der Deutsche. Ähnlich wie die konventionelle Energiewirtschaft mit ihren etablierten Wertschöpfungsketten und daran hängenden Investitionen sitzt auch der Automobilbau ganz offensichtlich den Pfadabhängigkeiten seiner Wertschöpfungsketten auf, mit der Folge, ein fatales Desinteresse am bevorstehenden energiewirtschaftlichen Paradigmenwechsel an den Tag zu legen. Spätestens wer den Film “Zukunft Elektroauto – Die ‘leise’ Revolution deutscher Autobauer” von Hans Koberstein und Joe Sperling gesehen hat, dem wird dämmern, dass hier womöglich tatsächlich bereits in wenigen Jahren eine ganze Industrie in Frage gestellt ist.


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Fragmente zur Skepsis angesichts der “Energiewende” von schwarz-gelb

Durch Zufall lese ich in “Der Gemeinderat. Das unabhängige Magazin für die kommunale Praxis” (54Jg., Nr.6/2011), dass der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) das Ende der Kernkraft zwar begrüßt, die aktuelle Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aber befremdlich findet:

“Statt die Dynamik der Erneuerbaren jetzt voll zu entfesseln, errichtet die Regierungskoalition mit neuen Kürzungsdebatten für Strom aus Fotovoltaik und Kürzungen bei der Windenergie an Land sowie Verschlechtungen für die Bioenergie unnötige Hindernisse”, kritisiert der BEE-Präsident. [...] Noch deutlicher [...] wurde Ende vergangenen Monats Eurosolar, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien. Deren Vizepräsident Dr. Fabio Longo vermutet hinter der geplanten EEG-Novelle das Zel, mit dem überdimensionalen Förderung von Offshore-Windparks die Monopolstellung der Energiekonzerne absichern und Marktanteile der neuen Träger beschneiden zu wollen. “Anstatt die ländlichen Räume von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern mit neuen Wertschöpfungsmöglichkeiten aus Wind-, Solar-, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie zu stärken, kürzt Herr Dr.Röttgen bei der Windkraft an Land und verunsichert potentielle Solaranlagenbetreiber sowie die deutche Solarindustrie mit einem unvorhersehbaren und drastischen Vergütungsrückgang”, so Longo. (a.a.O., S.10f, eigene Hervorhebung)

Damit tritt ein, was der jüngst leider verstorbene Spiritus rector des EEG, Hermann Scheer, bereits in seinen Büchern in den 90er Jahren vorhergesagt hat: Sobald sich die Verbreitung dezentraler Anlagen zur Gewinnung von Energie aus “solaren Ressourcen” (Sonne, Wind, Biomasse) nicht mehr aufhalten lässt, werden die etablierten Akteure der fossilen Ressourcenwirtschaft und die ihnen angegliederten Großunternehmen versuchen, sich an die Spitze der Entwicklung zu setzen und zu ihren Gunsten zu gestalten. Die “Energiewende” und das zähneknirschende Einverständnis von Energieversorgern und “der deutschen Wirtschaft” kommt von daher nicht so überraschend, wie man uns glauben machen will…

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Jean-Marc Reiser: La vie des bêtes

Karikatur aus der Frankfurter Rundschau vom 11.02.2011, Jg.67, Nr.35, S.F8. Das erschien mir aufhebenswert, charakterisiert es doch meines Erachtens sehr schön die Selbstgefälligkeit eines bestimmten Typus, den man im Zusammenhang mit dem Elitebegriff beobachten kann und der einem zugleich täglich im Straßenverkehr zu begegnen scheint.

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Zugang zu Elitepositionen dank bestimmter (unbestimmter) Persönlichkeitsmerkmale

Die Stichworte in der Zusammenfassung der Forschungsergebnisse des Elitesoziologen Michael Hartmann lesen sich wie eine Blaupause der Relevanzkriterien der Redaktionen von Karriereheftchen und Themenseiten großer Tageszeitungen:

Der gewünschte Habitus wird in den Chefetagen der deutschen Großunternehmen an vier zentralen Persönlichkeitsmerkmalen festgemacht:

  • Man sollte eine intime Kenntnis der Dress- und Benimmcodes aufweisen, weil dies aus Sicht der Entscheider anzeigt, ob der Kandidat die geschriebenen und vor allem die ungeschriebenen Regeln und Gesetze in den Chefetagen der Wirtschaft kenne und auch zu beherzigen gewillt sei.
  • Eine breite Allgemeinbildung sei erwünscht, weil sie als ein klares Indiz für den berühmten und als unbedingt notwendig erachteten ‚Blick über den Tellerrand‘ angesehen werde.
  • Notwendig sei auch eine breite unternehmerische Einstellung und der damit als notwendig erachteten optimistischen Lebenseinstellung.
  • Persönliche Souveränität in Auftreten und Verhalten als wichtigstes Element schließlich zeichne in den Augen der Verantwortlichen all diejenigen aus, die für Führungsaufgaben dieser Größenordnung geeignet seien.

Solche habituellen Persönlichkeitsmerkmale werden in erster Linie von dem Milieu vermittelt, in dem man aufgewachsen ist, und sind nicht durch fachliche persönliche Leistung zu erwerben.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Hartmann_%28Soziologe%29#Forschungen (eigene Hervorhebungen)

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Solar Photovoltaic Installations: Investment, Operation, Amortisation and Profitability

In 2008, Dominik Hochberg started to develop a first version of the solar photovoltaic calculation model published in here to approximate the economic advantage of solar trackers compared to fixed solar installations. Over the past three years, this model was evaluated by many occasions. We found that it has become a reliable tool to get into discussion with many different stakeholders interested in the field. By now, we think that it might be useful to foster the understanding of the economics of solar photovoltaic installations in Europe in general, to make use of price indications, to evaluate the effect of specific market trends or price strategies, to evaluate business models based on solar photovoltaic and to counter check related profitibility figures. The actual version of the calculation delineates a twenty year investment, operation, amortisation and profitablity of a photovoltaic (pv) installation. It assumes the payment of a constant feed-in-tariff granted for 20 years and gained per kilowatt-hour of electricity production. Such feed-in-tariffs are paid across Europe according to Renewable Energy Laws enacted in countries like e.g. Germany. You can download the solar photovoltaic calculation model here. mehr »

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Der Atomausstieg kommt so oder so. Denn auch Uran ist eine begrenzte Ressource.

Quelle: http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2006/Uran_als_Kernbrennstoff-Vorraete_und_Reichweite.pdfIn 25-70, im allerbesten (oder schlimmsten) Fall aber in 166 Jahren, ist der Atomenergiespuk so oder so zu Ende. Dann nämlich sind die Uran-Brennstoffreserven der Erde ausgebeutet und aufgebraucht (statische Reichweite). Wenn allerdings der Zubau an Atomkraftwerkskapazitäten noch zunimmt, dann wird das Uran noch weniger weit reichen (dynamische Reichweite). Dies steht so in einem Info-Brief des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2006/Uran_als_Kernbrennstoff-Vorraete_und_Reichweite.pdf .

Dass heißt also, dass entweder noch unsere Generation oder aber die Generation unserer Kinder auch ohne Atomausstieg das Ende der Atomkraft erleben wird, weil dann der “Brennstoff” alle ist. Es sei denn, es kommt zur Realisation solcher Atomkraftwerkssysteme einschließlich zugehöriger Aufbereitungsanlagen, in denen spaltbares Material “erbrütet” und zu neuem Brennstoff verarbeitet wird. Das würde eine 60 bis 100 mal höhere Reichweite der Brennstoffe mit sich bringen, unter der Inkaufnahme weiterer Risiken sowie der Herstellung großer Mengen des hochgiftigen und zudem waffenwähigen Plutoniums. Interessanterweise sind die meisten “Brüter” bislang nicht über das Versuchsstadium hinaus gekommen und vielfach aus Kostengründen und infolge von Risikobewertungen stillgelegt worden. Sobald aber der Preis für Natururan infolge zur Neige gehender Ressourcen steigen wird, wird auch diese Technik wieder aktuell. (siehe a.a.O., S.11f sowie Generation IV,schnelle Brüter und Generation IV International Forum)

Wir müssen uns also heute politisch entscheiden, ob wir Uran bergmännisch gewinnen, anreichern, in Kernreaktoren zu hoch giftigen Spaltprodukten und Restmaterialien zersetzen und als atomaren Abfall in unsere Welt bringen wollen – für billigen Strom und ein hierauf aufbauendes Wirtschaftswachstum, dass, einen Verzicht auf schnelle Brüter vorausgesetzt, in dieser Form schon in 25 bis 70 Jahren ein Ende haben wird.

Ich meine, dass wir uns gegen Uran, schnelle Brüter und die Verheißungen der Generation IV entscheiden können, weil wir mit den erneuerbaren Energien eine viel liberalere, demokratischere und insbesondere umwelt- und sozialverträglichere Energieversorgung herstellen können – auch wenn es in der Welt immer auch Atomkraftwerke geben wird, solange es hierfür nur irgendwie Brennstoffe gibt, weil die Verheißungen für Hersteller und Betreiber immer wieder die Bedenken und berechtigten Interessen der Menschheit aushebeln werden. Fukushima war deshalb nicht der erste und wird auch nicht der letzte auslegungsüberschreitende Störfall (Super-GAU) bleiben. mehr »

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RSA Animate – Changing Education Paradigms!

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Warum ich heute morgen den Arbeitersamariterbund (ASB) rausgeworfen habe.

Er komme, weil “wir” das große Loch stopfen müssten, das nun entstanden sei, weil man den Zivildienst gestrichen habe. Loch? Welches Loch? Im Zivildienst sagte man uns, Zivildienstleistende müssten “arbeitsplatzneutral” eingesetzt werden. Daß heißt, durch den Einsatz von Zivildienstleistenden dürften keine regulären Arbeitsplätze ersetzt werden. Das stehe so sogar im für den Zivildienst maßgebenden Gesetz. Wenn jetzt – nachdem man im Zivildienst die preiswerte und rechtlose Arbeitskraft gewesen ist – der ASB vor meiner Tür steht, um ein “Loch” zu stopfen, das durch den Wegfall der Zivildienstleistenden entstehen soll, dann kann ich nur sagen: Loch? Welches Loch? Habt ihr uns nicht immer erzählt, der Zivi sei nur “zusätzlich”? Ha! Jetzt kommt doch nur zum Vorschein, was längst allen klar war: Auf dem Rücken der Zivildienstleistenden konnten sich der Sozialstaat und die caritativen Organisationen etwas darüber in die Tasche lügen, wieviel Personal und Geld sie eigentlich benötigen.

Dafür bin ich nicht bereit auch noch zu Spenden. Es gibt in diesem Land eine ganze Menge reiche Leute und insbesondere reiche Unternehmen, die man für solche Sachen sinnvollerweise per Besteuerung am Gemeinwesen beteiligen sollte, statt jetzt von Haustür zu Haustür zu ziehen und um Almosen (Spenden) zu bitten. Ich als ehemaliger Zivildienstleistender habe mein Soll erfüllt. Revenge is a dish best eaten cold. Fuck you!

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Bücher im Contumax-Verlag zum Urheberrecht u.a. in Zeiten der Begehrlichkeit digitaler Güter

Auf der Suche nach Literatur zum Thema Urheberrecht, welches neben dem Patentrecht u.a. ein wichtiger Schlüssel bei der Verteilung von Ressourcen in der Informations- und Wissensgesellschaft sein dürfte, bin ich auf den Contumax-Verlag und seine Reihe “Netzbürger” gestoßen.

Die hohe Volatilität digitaler Inhalte stellt die Medienwirtschaft vor existentielle Herausforderungen, gleichzeitig weckt die erleichterte technische Verfügbarkeit Begehrlichkeiten der Nutzer. Die Gesetze, die diese Spannungsfelder regeln, stammen aus der Zeit als Juristen von Werkstücken sprachen und gedruckte Bücher meinten. [...] Der Contumax-Verlag [...] möchte mit der neu begründeten Reihe Netzbürgern ein Forum bereitstellen für fundierte Darstellungen und pointierte Positionen des anstehenden Diskurses. Quelle: http://ebooks.contumax.de/nb, 09.08.2010

Auf der Seite stehen derzeit drei sehr interessante Bücher wahlweise zum kostenlosen Download oder zum Kauf als Buch zur Verfügung:

  • Henning Bartels: Die Piratenpartei. Entstehung, Forderungen und Perspektiven der Bewegung
  • Klaus Graf: Urheberrechtsfibel – nicht nur für Piraten. Der Text des deutschen Urheberrechtsgesetzes, erklärt und kritisch kommentiert
  • Richard F. Simonson: Dünnes Eis (Novelle)

http://ebooks.contumax.de/nb

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Wie man sich richtig ernährt und sich fit hält

Seit einigen Wochen trage ich Notizen zum Thema Ernährung und Fitness zusammen. Den aktuellen Stand meiner Arbeiten habe ich nun publiziert, sodass man bereits mitlesen, ergänzen und kommentieren kann, während ich noch ab und an daran weiterarbeite. Ausgangspunkt meines Interesses für Ernährung und Fitness ist das Phänomen “im Schrank einlaufender” Hosen, d.h. das Phänomen der verbreiteten Übergewichtigkeit insbesondere von Männern sowie die dann naheliegende Frage, wie “Mann” dieser Entwicklung entgeht, wie man sich also richtig ernährt und fit bleibt.

Im ersten Teil meiner Arbeit befasse ich mich zunächst mit dem Energiestoffwechsel. Damit verfolge ich die Idee, dass Übergewicht nichts anderes ist, als die in Form von Fett gespeicherte Energie, die wir in Form von Nahrung im Übermaß zu uns nehmen. Es gilt daher meines Erachtens zunächst zu klären, wofür und wieviel Energie wir benötigen. Im zweiten Teil geht es dann um die Ernährung. Schwerpunkte sind dabei die Kohlenhydrat-, Protein- und Fettzufuhr. (Das Kapitel zum Thema Fett fehlt noch). Im dritten Teil habe ich Notizen zu den Folgen falscher Ernährung zusammengestellt. Besonders interessant finde ich dabei das Phänomen der Insulinschaukel und der Unterzuckerung, das man im Zusammenhang mit der zuvor behandelten Kohlenhydratzufuhr nachlesen sollte. Der richtige Umgang mit Kohlenhydraten ist mithin auch das wichtigste Ziel der von Weight Watchers® angeleiteten Umstellung der Ernährung, auf die im vierten Teil zum Thema Diät näher eingegangen wird. Im fünften Teil stelle ich dann Notizen zu Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining zusammen. (Das Kapitel zum Thema Beweglichkeit fehlt noch).

Grafik: Künast, Renate; Schumacher, Hajo (2004): Die Dickmacher: warum die Deutschen immer fetter werden und was wir dagegen tun müssen. München 2004, S.43

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Schloemanns analytische Kälte tut Gisela Mayers berechtigter Politisierung keinen Gefallen

Johan Schloemann stellt in der Süddeutschen Zeitung vom 2.3.2010 auf Seite 14 Gisela Mayers Buch “Die Kälte darf nicht siegen” vor. Und natürlich geht das auch mit Kritik einher. Nur: Kritiken wie die Schloemanns, das fiel mir heute morgen beim lesen auf, sind gut gemeint, aber nicht unbedingt sinnvoll. mehr »

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Sprache als Waffe

Der Rechtsanwalt Robert Amsterdam weist darauf hin, dass die Durchsetzung eines bestimmten Sprachgebrauchs in der Lage ist, Missstände zu bemänteln. Konkret geht es ihm in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung Nr.15 vom 20.01.2010 auf Seite 2 um Angriffe auf die Menschenrechte, die allein durch Verkehrung von Sprachgebräuchen verdeckt würden. Folgendes Zitat, das im Artikel dem Bürgerrechtler Stokley Carmichael zugeschrieben wird, ist mir notierenswert:

“Wir müssen um das Recht kämpfen, Begriffe einzuführen – und darum, dass diese Begriffe akzeptiert werden. Das ist das erste Bedürfnis eines freien Menschen, und das erste, was jeder Unterdrücker ihm verweigert.”

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Gedanken zu einer persönlichen Facebook-Policy.

Ich habe schon seit längerem einen Facebook-Account. Nun bin ich an Sylvester motiviert worden, den auch mal zu benutzen. Das geht natürlich nicht an, ohne darüber ein bisschen zu grübeln. Nachfolgenden kurzen Text wollte ich eigentlich gleich als erstes – sozusagen als Opening – auf Facebook posten, wurde aber belehrt, dass mein wohlüberlegter Text 1600 Zeichen lang ist, bei Facebook aber nur 420 Zeichen erlaubt sind. Darum das nachfolgende zu Facebook eben nicht auf Facebook: mehr »

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Prekär, frei und Spaß dabei! (Dokumentation, 2009)


Regie/Drehbuch: Christoph Bannat, Marita Neher. Mehr unter http://www.imdb.de/title/tt1452593/

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Dank Bologna ist Zeit nun Luxus. Notiz zur Bologna-Diskussion zwischen Wolfgang Seibel und Robert Stockhammer

Vergangene Woche plädierte der Verwaltungswissenschaftler Wolfgang Seibel für die Chancen des Bologna Prozesses, der lediglich von den Hochschulen und insbesondere von den Professoren falsch umgesetzt würde. Spätestens als Seibel am Ende seines Artikels die “Die-Besten-gehen-ins-Ausland”-Karte spielte, war es Zeit, ihn nicht mehr ernst zu nehmen. Wen interessieren “die Besten”, wenn man auch in Zukunft in einer friedlichen Gesellschaft möglichst vieler intelligenter und durchschnittlich wohlhabendender Menschen leben will? Dankenswerterweise liest man heute unter der Überschrift “Im Interesse der Studierenden?” eine Erwiderung eines Literaturwissenschaftlers. Robert Stockhammer weist den Kollegen aus der Verwaltungswissenschaft darauf hin, dass die BA/MA-Reform vor allem die Macht der Universitätsverwaltung gestärkt habe, was der  Ausgestaltung der Studiengänge durch Professoren enge Grenzen setze. mehr »

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“Mit der Zunahme meiner Mittel nimmt meine Fähigkeit ab, mich ihrer zu bedienen”

FRÜHER, da konnten [...] Wochenschaukameramänner noch eine ganze Story auf einer 3 Minuten-Rolle drehen und HEUTE häufen sich bei den Anmeldungen an einschlägigen Medienhochschulen klischeehafte trailerisierte Remakes gängigen Main-Streams, meist lang und langweilig. Von einem bemerkenswerten künstlerischen Aufbruch ist nach Meinung der erfahrenen Filmemacher jedenfalls kaum eine Spur zu finden. Schon lange vor der digitalen Zeit schrieb Robert Bresson in seinen „Noten zum Kinematographen“: “Mit der Zunahme meiner Mittel nimmt meine Fähigkeit ab, mich ihrer zu bedienen”. Dass gelte erst recht für HEUTE [...] Die unbegrenzte Verfügbarkeit von Material und Synchronton geht offensichtlich zu Lasten des „Storytellings“. Masse statt Klasse, eine “Irgendwas-wird-wohl-drauf-sein” Haltung, statt Entwicklung visueller und inhaltlicher Ideen.

AGDOK – Regionen | Frankfurt – Region Mitte | ARCHIV: ICH FILME (IRGENDWAS), ALSO BIN ICH (WAS MIT MEDIEN) – Gedanken zum Jour Fixe / dokumentarfilm.werkstatt im Filmhaus Frankfurt am 12.01.2009

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Video in Blogs einbinden

Fundstellen zur Erstellung von Videos und deren Darstellung in WordPress:

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