Vermischtes

Windspiele

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Auszeit

Grundbach bei Walldorf

Dieses Bild entstand bei einer Rast auf dem Weg von Frankfurt nach Nierstein nahe Walldorf am Grundbach. Die Idylle trügt ein wenig, denn alle drei Minuten erheben sich aus dem Wald hinter der Wiese in ca. 1000 m Entfernung  zweistrahlige Verkehrsmaschinen von der Startbahn West des Frankfurter Flughafens. Wer kein Verständnis für Menschen hat, die dem Ausbau eines Flughafens skeptisch gegenüber stehen, dem empfehle ich wärmstens Radtouren im Raum Frankfurt – ganz gleich wo man hinfährt.

Kartenmaterial: http://www.radweit.de

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Nett sein: eine Stärke, unter Umständen eine Schwäche

Aus dem Interview mit dem früheren Leistungssportler und Schriftsteller Olov Enquist im Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 30/31.5.2009, S.V2/8:

Herr Enquist, in Ihrem Buch “Ein anderes Leben” bezeichnen Sie sich als “Betonmonument an Nettigkeit”. [...] Ist nett sein eine Schwäche?
Es ist bestimmt eine Schwäche. Und ich habe lange daran gearbeitet.
Um stark und unnett zu werden?
Wenn man nett ist, ist man zu nachgiebig, widersetzt sich nicht und sagt immer zu allem ja. Ich habe mühsam gelernt, nein zu sagen. Man muss sein Ich und seine Ideen verteidigen.

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Freeware, Web 2.0 und andere: Öffentliche Güter oder Kollektivgüter?

Zur weiteren Analyse des Begriffs „Freeware“ (in Anlehnung an den Impuls Dills) mittels ökonomischer Theorien beziehungsweise zur Analyse des Phänomens kostenlos als öffentliche Güter oder Kollektivgüter zur Verfügung gestellter Leistungen oder Anwendungen, wie sie beispielsweise in Form von Software, Web 2.0-Portalen oder ähnlichem beobachtbar und erfahrbar sind, erscheint es mir sinnvoll zu klären, inwiefern es einen Unterschied zwischen „öffentlichen Gütern“ und „Kollektivgütern“ gibt. mehr »

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Opportunitätskosten politischer Arbeit

In meiner Magisterarbeit im Jahr 2005 habe ich mich mit der politischen Repräsentation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) auf regionaler Ebene befasst. Im wesentlichen habe ich mich dabei auf Innovationspolitik als einem Teilgebiet regionaler Wirtschaftspolitik konzentriert, wobei sich mir die Frage gestellt hat, inwiefern KMU in der Lage sind, sich miteinander oder mit Hilfe des Staates bestimmte Rahmenbedingungen zu verschaffen (1). Seither stellt sich mir die Frage, ob die von KMU in politische Arbeit investierten finanziellen und personellen Ressourcen ihrer gesellschaftlichen Bedeutung (2) gerecht werden. mehr »

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Geschützt: Woratschek / Roth / Pastowski: Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskonfigurationen im Internet.

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Notizen zu Dills’ “Kosmos der Freeware”

Meine Exzerptnotizen zu Kilian/Hass/Walsh: Grundlagen des Web 2.0 assoziierte ein Freund mit dem Aufsatz von Alexander Dill: Im Kosmos der Freeware. Ansatz einer Bilanzierung kostenloser Dienste und Produkte im Globald Freeware Index. Hierzu ein paar Anmerkungen. mehr »

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Finanzkrise und Co: Auch eine Vertrauenskrise des Eliten-Begriffs in der leistungsbereiten Mittelschicht ?

Zu den elitären Arbeitgebern, für deren Aufgaben sich Schüler und Studierende vorbereiten, die von Julia Friedrich für ihr Buch “Gestatten: Elite” an ihren Bildungsstätten besucht wurden, zählen unter anderem Investmenbanker und Unternehmensberater. Angesichts der Finanz- und drohenden Wirtschaftskrise erscheint es vor dem Hintergrund Friedrichs Buchs interessant die Frage anzuregen, wie diese von Friedrich besuchte Elite angesichts der Krise mit ihrer Diskreditierung in diesen Bereichen umgeht. mehr »

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Notizen zu Julia Friedrichs „Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen.“ Hamburg 2008

Friedrich erzählt von ihren Recherchereisen zum Thema Elite. Das Konzept des Buchs scheint darin zu bestehen, erstens die nivellierte Mittelstandsgesellschaft als eine persönlich erfahrbare Errungenschaft fühlbar zu machen, um dann zweitens die neue Angst dieses Mittelstands vor einer neuerlichen Spaltung der Gesellschaft als einer real stattfindenden Entwicklung zu nutzen, indem sie drittens die neu entstehenden und entstandenen Infrastrukturen besucht. Glaubwürdigkeit und Symphatie gewinnt Friedrich durch das Bemühen um Augenhöhe mit dem Leser aus eben jenen Kreisen der nivellierten Mittelstandsgesellschaft, indem Friedrich das Erlebte im Gegensatz zu ihrer eigenen Geschichte, der Geschichte ihrer Familie und den Geschichten ihrer Freunde und Kommilitonen erzählt. mehr »

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Der elitäre Sündenfall. Mitterles Replik auf meine Idee zur Vergesellschaftung von Universitätsangehörigen

Alexander Mitterle hat am 25.03.2008 mit seinem Essay “Unvernommene Studierende” auf meine Geschichte eines studentischen Forums und meiner damit verbundenen Überlegungen geantwortet. Mitterle erkennt, dass ich darum bemüht bin, “neu zu denken, was ein universitäres Studium auszeichnet.” Er konstatiert, dass ich ein dem Humboldtschen ähnliches Bildungsideal mit dem ökonomischen Moment des Alumniwesens verknüpfe und er stellt vor dem Hintergrund seiner eigenen Forschung über Hochschulforschung und Bildungspolitik den von mir kritisierten “elitären Sündenfall” der Universität auf eine Weise dar, wie es mir nicht möglich gewesen wäre. Meine Argumentation reformulierend beschreibt Mitterle, dass die “academia”, die akademische Elite der deutschen Universität, unter Umständen aufgrund der Logik der Verteilung symbolischer und ökonomischer Ressourcen nicht in der Lage ist oder nicht Willens ist, Studierende als vollwertige Angehörige der Universität zu integrieren, infolge dessen es zu einer allein organisatorisch bedingten Anonymität der “Massenuniversität” kommt. Studierende blieben “unvernommen” und  als Ressource unerkannt. Genau  genommen ist aber Masse nicht Problem, sondern Chance.  Der “mündige Student” müsse angesichts der “unerschöpflichen Ressource an potentiellen Gesprächspartnern” erkennen: “Ich bin nicht anonym und schon gar nicht Masse.” Mitterle entwickelt meinen Ansatz hier nun weiter, wobei er für die Universität Leipzig als einen besonderen Ort Handlungsüberlegungen entwirft, die auch für andere Universitätsstädte zutreffen dürften.

Mitterle, Alexander: Unvernommene Studierende. In. Powimag. Magazin für Politikwissenschaft. 25.03.2009, http://www.powimag.de/wp/?p=198

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Der Campus Westend als Bühne der Erziehung des neuen Menschen*

Der neue Campus Westend der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main bietet das Zeug zu einem düsteren Roman. Schon das IG-Farben-Haus wurde als ein “eisernes und steinernes Sinnbild deutscher kaufmännischer und wissenschaftlicher Arbeitskraft“ entworfen. Unverkennbar schließen die neuen Universitätsgebäude auf dem im Neubau befindlichen Campus Westend architektonisch an dessen monumentale Ausstrahlung an, so auch die Blöcke der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Die Leere und Weitläufigkeit des Campus trägt diesem Konzept zusätzlich Rechnung. Hie und da stehen Hinweisschilder, die zu Veranstaltungen leiten mit Titeln wie “Leading to Excellence”. Hier im Rahmen einer Fiktion Parallelen zu Motiven totalitärer Gesellschaftsvorstellungen der 30er und 40er Jahre zu ziehen ist leicht. mehr »

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Wie junge Deutsche die deutsch-französische Freundschaft ausbaden

Am Montag, den 16.02.2009 schreibt Max Bosse in der Süddeutschen Zeitung:  “Schnee aus Deutschland. Wie junge Franzosen die Sprache ihrer Nachbarn kennen lernen.” (SZ Nr.38, 16.02.2009, S.36 [Schule und Hochschule], siehe auch die SZ Online). In dem Artikel beschreibt Bosse die Arbeit der Animateure des DeutschMobils, die mit Ihren Aktionen an französischen Schulen für die deutsche Sprache werben und gegen rückläufige Deutschlernerzahlen ankämpfen. Leider versäumt er die Chance, erstens den Grund dieses rückläufigen Interesses an der deutschen Sprache aufzudecken. Zweitens fehlt jedes Nachdenken über die Hintergründe der Aktion. Gerade hier würde ein wenig mehr kritische Berichterstattung gut tun.  Hier mein Leserbrief an redaktion@sueddeutsche.de. mehr »

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Zum Charakter der Mathematik

“Mathematik ist eine Tätigkeit, eine Verhaltensweise, eine Geistesverfassung … Immer gilt: Der Schüler erwirbt Mathematik als Geistesverfassung nur über Vertrauen auf seine eigenen Erfahrungen und seinen eigenen Verstand. … Eine Geisteshaltung lernt man aber nicht, indem einer einem schnell erzählt, wie man sich zu benehmen hat. Man lernt sie im Tätigsein, indem man Probleme löst, allein oder in einer Gruppe – Probleme, in denen Mathematik steckt.” (Hans Freudenthal)

Quelle: dr-seifert-online.de

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Mashup zeigt Flugbewegungen über der Schweiz

flugverkehr-zuerich-klotenDie Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat eine Mashup-Anwendung entwickelt, die live die Flugbewegungen im Schweizer Luftraum und insbesondere um den Flughafen Zürich-Kloten zeigt. Dabei symbolisiert die Farbe des von den Flugzeugen zurückgelegten Weges die Flughöhe und es wird die Flugnummer eingeblendet. Unter http://radar.zhaw.ch/ finden sich weitere Informationen über die Entwickler, sowie eine Animation des weltweiten Flugverkehrs im Verlauf eines Tages. Besonders schön sind hierbei die “Brücken” zwischen den Kontinenten und die tageszeitabhängige Intensität des Flugverkehrs in den verschiedenen Regionen zu sehen.

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Zitat zum Verhältnis von Intuition und Methode von Max Weber

“Der Einfall eines Dilettanten kann wissenschaftlich genau die gleiche oder größere Tragweite haben wie der eines Fachmannes. [...] Der Dilettant unterscheidet sich vom Fachmann [...] nur dadurch, daß ihm die feste Sicherheit der Arbeitsmethode fehlt, und daß er daher den Einfall meist nicht in seiner Tragweite nachzukontrollieren und abzuschätzen oder durchführen in der Lage ist. Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit. Und die Arbeit ihrerseits kann den Einfall nicht ersetzen. [...] Ein Kaufmann oder Großindustrieller ohne ‘kaufmännische Phantasie’, d.h. ohne Einfälle, geniale Einfälle, der ist sein Leben lang nur ein Mann, der am besten Komis oder technischer Beamter bliebe: nie wird er organisatorische Neuschöpfungen gestalten. Die Eingebung spielt auf dem Gebiete der Wissenschaft ganz und gar nicht – wie sich der Gelehrtendünkel einbildet – eine größere Rolle als auf dem Gebiete der Bewältigung von Problemen des praktischen Lebens durch einen modernen Unternehmer. [...] Nun: ob jemand wissenschaftliche Eingebungen hat, das hängt ab von uns verborgenen Schicksalen”

Max Weber: Wissenschaft als Beruf (München 1919). In: Winckelmann (Hg.): Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftstheorie von Max Weber, 3. Aufl. Tübingen 1968, S.590f

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Auf den Spuren der Diskussion über Politik in der Blogosphäre

Die unten stehende Grafik ist eine Visualisierung miteinander vernetzter Internetseiten mit Hilfe des Programms Nestor. Ausgangspunkt ist das Weblog von Robert Dürhager, das mir vor einigen Tagen in einem Gespräch über die Wahrnehmung von Politik durch Digital Natives von Jana Hochberg empfohlen worden ist. Dürhager verweist auf die Seiten von Maika Büschenfeldt, die in Bremen an ihrer Promotion über E-Demokratie im Fachbereich Informatik schreibt. Sie experimentiert dort mit einer Plattform für “Blog Karnevals“. Als Beispiel verweist sie auf den von Raphael Raue alias Soeren Onez initiierten Blog Karneval vom 7. Juni 2007 zum Thema “Politikverdrossenheit”. Von den dort referenzierten 56 Beiträgen habe ich hier eine Auswahl getroffen.

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Visualisierung sozialer und hypertextueller Beziehungen im Web

Wer die sozialen und hypertextuellen Beziehungen im Web visualisieren möchte, dem rate ich zum Besuch der Seiten von Martin Dodge und Romain Zeiliger. Auf einer alten, bis Februar 2007 gepflegten Seite hat Dodge eine Reihe von Tools zur Visualisierung des Web Browsings vorgestellt. Einige von ihnen findet man auch noch. So zum Beispiel das auf Windows XP laufende Programm Nestor von Zeiliger, das Zeiliger für Constructive-Learning als Freeware zur Verfügung stellt. mehr »

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Mehr Schutz für Praktikanten? Mehr Rechte für Praktikanten!

Eine kurze Notiz zu einem gleichnamigen Beitrag von Campus und Karriere im Deutschlandfunk, demzufolge die Bundesregierung Praktikanten mehr Rechte einräumen will – z.B. auf angemessene Bezahlung und deren gerichtliche Durchsetzbarkeit. Die Wirtschaft, so DLF, knurrt: Dann gibt es eben 100.000 Praktikaplätze weniger! Tja, als ob diese Praktikaplätze ein Geschenk der Wirtschaft Unternehmer an die Praktikanten seien. Nein, hier geht es doch – wie wir alle wissen, die es erlebt haben oder bei Bekannten beobachten konnten – um unbezahlte, hochmotivierte Arbeitskraft, die sich derzeit aus anderen Quellen (Eltern, Bafög, Nebenjobs, Studienkredit, SGB II u.a.) subventionieren muss. Als Altersgenosse der Generation Praktika kann ich es nur gutheißen, wenn dieser Spuk von Rechts wegen ein Ende hat und man zu dem guten alten Brauch zurückkehrt, Arbeit zu bezahlen.

Mehr auf den Internetseiten von Fairwork e.V. (mit Verweisen auf Quellen und Studien zur Lage u.a. der Böckler-Stiftung, des HIS und der Bundesregierung)

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Der Vorteil des papiernen Briefs liegt in seinem anwesenden Sein

Das Goethehaus in Frankfurt hat für mich mindestens zwei Sachen zu bieten: Erstens als Wohnung lebenswerte Grundrisse der einzelnen Etagen, die man heute auch gern hätte. Zweitens ein Katheder oder Schreibpult von Gewicht und Größe, wie man es gerne hätte, es aber in keinem heutigen Möbelhaus kaufen kann und das, wenn ich mich nicht irre, im dritten Stock im Dichterzimmer steht.
Notierenswert ist heute der Ausstellungskatalog der dortigen Ausstellung “Der Brief – Ereignis und Objekt“. Man findet den Katalog merkwürdigerweise nicht auf den Internetseiten des Goethehauses, aber immerhin bei Amazon (Bohnenkamp, Anne; Wiethölter, Waltraud [Hg.]: Der Brief – Ereignis und Objekt. o.O (Stroemfeld) 2008 – 20 EUR). mehr »

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Roggenkamp, Jan Dirk: Rechtliche Verantwortlichkeit im Social Web.

In: Zerfaß/Welker/Schmidt (Hg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Bd.1, Köln 2008, S.78-93 [1391]

Roggenkamp erläutert das “System der Zuweisung rechtlicher Verantwortlichkeit im Social Web” (S.78), wobei er auf die Frage nach der Verantwortung des Betreibers einer Web2.0-Anwendung fokussiert, die es Nutzern ermöglicht, rechtswidrige oder die Rechte Dritter verletzende Inhalte zu veröffentlichen. Für einen Plattformbetreiber scheint dabei generell Vorsicht geboten, weil bereits der Betrieb einer Plattform, “über welche Dritte Inhalte verbreiten können [...] ein adäquat kausaler Beitrag” zur Verletzung eines Rechts ist, “weil es nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass Dritte diese Verbreitungsmöglichkeit missbrauchen.” (S.87) Die Betreiber haben Prüfungspflichten, wobei diese von der ökonomischen Durchführbarkeit und der hierdurch in Frage gestellten Möglichkeit des jeweiligen Geschäftsmodells relativiert werden. (siehe S.87f) Deshalb wird auch zwischen der nicht-profitorientierten und profitorientierten Angeboten unterschieden, weil die ökonomischen Möglichkeiten adäquater Prüfung differieren. Als Fazit schreibt Roggenkamp: “Erlangt der Plattformbetreiber Kenntnis von einer Rechtsverletzung, so ist er unverzüglich zum Handeln verpflichtet. Aber auch den in seinen Rechten Verletzten treffen Obliegenheiten. Er muss den Diensteanbieter in die Lage versetzen, die inkriminierte Information zu finden und die Rechtslage einzuschätzen.” (S.91)

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