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Exzerptnotizen zur „Suche nach dem Sinn“ nach Wilhelm Schmid

Schmid zeigt in seinem Text „Zur Suche nach Sinn“ implizit die Notwendigkeit eines Gegenübers bei der Sinnkonstruktion auf: Für Schmid ist es erst das Gespräch, d.h. der Dialog mit einem Gesprächspartner, der die Reflektion ermöglicht. Problematisch wird es jedoch, wenn die Möglichkeit zur Reflektion im Gespräch fehlt oder unterbunden wird; bspw. in Folge von Individualisierung, in Folge problematisierter oder verweigerter Kommunikation sowie in Folge von organsiatorisch zu Machtzwecken herbeigeführter Vereinzelung – wie sie bspw. in der Arbeitsorganisation zur Steuerung und Kontrolle von Individuen verbreitet ist. Dann tritt schlimmstenfalls die „Erschöpfung des Selbst“ ein, in der das „Individuum“ als „einziger Ursprung und Verantwortlichem des Handelns“ überfordert wird.
Schmids Feststellung, dass Sinn, also Zusammenhänge, auch hergestellt werden müssen, statt ihn im Zuge der Reflektion zu zertören, findet sich auch in der Identitätstheorie als dem Gegensatzpaar von Reflektion und Selbsterzählung. Weiterlesen