Nachtrag zu Jessens traurigen Strebern: Oskar Piegsa begeistert sich für Mercedes Bunz

(Randnotiz) Die Diskussion der Polemik von Jens Jessens, zu der ich auch einen kleinen Beitrag verfasst habe, reißt nicht ab. Ich bin mit Oskar Piegsa einer Meinung, dass die gehäuften Suchen nach Jessens Artikel bei Google darauf hindeuten, dass es sich um ein beliebtes Aufsatzthema handelt. Soweit Piegsas Aufhänger, mal wieder auf Jessens Artikel zurückzukommen. Dann verweist er auf einen Artikel von Mercedes Bunz, der seiner Meinung nach „als Prothese für den Missing Link“  zwischen Jessens Text und Fusts Reaktion heran gezogen werden kann (”Erhörte Gebete: Kapitalismus, Popkultur, Internet”, De:Bug 131, April 2009, S.19–22)“. Weiterlesen

Subversion heute. Fusts‘ Reaktion auf Jessens traurige Streber.

Manchmal wiederhole ich spaßeshalber Suchen bei Google, durch die andere hier her gelangt sind. Auf diese Weise lernt man die digitale Nachbarschaft kennen. So zum Beispiel einen Text von Boris Fust, Autor eines Romans über Generation Praktika, der wie ich mit einem Kommentar auf den Beitrag „Die traurigen Streber“ von Jens Jessen in der Zeit reagiert hat. Fust vermutet, dass Jessen und Co. bloß sich selbst und ihre Generation zum Maßstab der Jüngeren erheben, ansonsten aber keine Ahnung haben. Dann skizziert er seine Variante der Subversion, deren Wirkungsmechanismen er zwar nicht zu beweisen versucht, von der man aber nicht behaupten kann, nicht schon einmal davon gehört zu haben. Dabei gelingt Fust ein Wurf, der sich inhaltlich bewahrheiten könnte. Hier ein Auszug: Weiterlesen

„Die traurigen Streber“ lesen zu viel Die Zeit

Heute, den 28.08.2008, titelt Die Zeit „Jugend ohne Charakter! Karrieredruck und Zukunftsangst haben eine angepasste Generation hervorgebracht“ und bringt auf S.43f eine „Polemik“, flankiert von einer Art „Kulturgeschichte“ des „Heranwachsens“. Das finde ich kurios. Denn an anderer Stelle habe ich dargelegt, warum von einer Mitschuld der diesen Artikel publizierenden Verlagsgruppe ausgegangen werden kann. Ich halte es für müßig, sich im Detail mit den einzelnen Anspielungen und Thesen dieser „Polemik“ auseinanderzusetzen. Zu entdecken gilt es nicht den Inhalt der Polemik, sondern inwiefern die herausgebende Verlagsgruppe an dem hier thematisierten gesellschaftlichen Phänomen im Rahmen der Bearbeitung ihres Marktsegments der 20 bis 30-jährigen beteiligt ist. Statt Details der Polemik zu analysieren, finde ich es sinnvoller, im Folgenden über das Konstruktionsprinzip und das vermutliche Kalkül eines solchen Artikels nachzudenken. Weiterlesen